Pump Audit

Überblick

Überblick

Das Pump Audit ist ein von Grundfos entwickeltes Diagnosetool zur Identifizierung eines übermäßigen Energieverbrauchs in einer Anlage. Unsere Erfahrungen mit Pump Audits haben gezeigt, dass ca. 30-50 % der von Pumpen verbrauchten Energie eingespart werden könnten.

Ein auf Echtzeitmessungen (Q, H, Stromverbrauch und Kennlinie) basierender Pump Audit bewertet die Gesamteffizienz der Pumpen und resultiert in Änderungsvorschlägen zur Verbesserung der Pumpeneffizienz.

Die Energie- und Anlagenoptimierung erfolgt durch die Messung des Volumenstroms, des Differenzdrucks und der Energieaufnahme der Pumpe mittels Sensorik und Datenaufzeichnung per Datenlogger. Die Auswertung basiert auf den Ergebnissen und Berechnungen des Lastprofils der Pumpe und des Einsparpotentials. Die Lebenszykluskosten von Pumpen werden ebenfalls berechnet. Abschließend erhält man eine Handlungsempfehlung ggf. mit Austauschangebot und Amortisationszeitberechnung.

 

Kundenvorteile:

  • Exakte Dokumentation der Betriebsdaten und Energieaufnahme der Pumpenanlage
  • Eine Handlungsempfehlung auf Basis der Pump Audit Messung (dadurch Energieersparnis und Senkung der Betriebskosten)
  • Betriebs- und Planungssicherheit

 

Details und Voraussetzungen:

Besonders lohnend sind Pump Audit Messungen allgemein an Einzelpumpen mit Motorleistungen über 11 kW, an Mehrpumpenanlagen mit Motorleistungen über 5,5 kW sowie bei Energieverbräuchen über 100.000 kWh im Jahr oder bei sehr alten Anlagen bzw. Anlagen mit nicht-optimaler Regelung.

Nach erfolgter Messung und Analyse erhalten Kunden einen ausführlichen Bericht, der sich, je nach Anlage, nicht nur auf die Pumpen bezieht, sondern auch weitere Aussagen zur Optimierung von Rohrleitungen, Armaturen oder Regelgrößen enthalten kann. Auf Wunsch kann ein anonymisierter Musterbericht vergangener Analysen zugesendet werden.

Bevor eine Pump Audit Messung durchgeführt werden kann, ist die Bereitstellung einiger Anlagendaten erforderlich, um die grundsätzliche Durchführbarkeit prüfen zu können sowie einen zeitlichen Umfang und Kostenvoranschlag für den erforderlichen Aufwand festzulegen. Natürlich sind auch Angaben zu den Fördermedien von großer Bedeutung (Dichte, Viskosität, Aggressivität Typenblätter etc.). Besonders hilfreich sind vor allem Fotos der Anlagen, in denen der Anlagenaufbau, die Pumpenaufstellung, mögliche Messanschlüsse (Manometer, Entlüftungen, Entleerungen, etc.), der geöffnete Schaltschrank und weitere Details zu erkennen sind. Für die Erfassung technischer Daten stellt Grundfos ein Voranfrageformular zur Verfügung.

Grundfos unterscheidet zwischen Kurzzeitmessungen (für Anlagen mit einem festen Betriebspunkt, wie Brunnenpumpen, Hochbehälterfüllung o. ä.), bei denen meist nur Messwerte aufgenommen und notiert werden, und Langzeitmessungen (für Anlagen mit sich ändernden Betriebsparametern, wie Druckerhöhungsanlagen, Netzpumpen o. ä.). Dabei werden die Daten über einen gewissen Zeitraum aufgezeichnet, wobei Sensoren und Datenlogger in der jeweiligen Anlage von Grundfos installiert werden und dort während des Aufzeichnungszeitraumes verbleiben.

 

Gemessen werden:

  • Druck vor der Pumpe bzw. Wasserstand des Brunnens
  • Ausgangsdruck der Pumpe
  • Geodätische/statische Höhen
  • Volumenstrom der Pumpe/Anlage
  • Leistungsaufnahme der Pumpe/Anlage
  • Eventuelle weitere relevante Messwerte (Drücke, Temperaturen, Niveaus, etc.)

 

Für den Einbau der Messstellen kann es u.U. erforderlich werden, die Anlage oder Einzelpumpe kurzzeitig ab- oder umzuschalten. Dies kann aber immer vorab in einem Telefonat geklärt werden, nachdem die Angaben zur Anlage vorliegen. Messungen im explosionsgefährdeten Bereich können leider nicht durchgeführt werden. Arbeiten an Dämmungen von Anlagenteilen können von Grundfos Servicetechnikern nur teilweise durchgeführt werden und bedürfen der vorherigen Abstimmung.

Je mehr Angaben der Kunde vor der Messung zur Verfügung stellt, umso schneller und preiswerter kann die eigentliche Messung erfolgen. Sollten bereits über eine Leittechnik Daten aufgezeichnet werden (z.B. Volumenströme oder Drücke) ist es sehr hilfreich, solche Aufzeichnungen vorab bereitzustellen. Hieraus könnte bereits vor Durchführung der Messungen das Belastungsprofil der jeweiligen Anlage erstellt und wichtige Schlussfolgerungen zum Betriebsverhalten abgeleitet werden.

Dies kann den Aufwand und damit den Preis für die Messungen erheblich senken. Selbst in Großanlagen ist dadurch die genau Bestimmung von Effizienz und Lebenszykluskosten oftmals schon innerhalb eines Tages möglich.

 

Technische Voraussetzungen

Für die Druckmessungen (Messbereich -1 bis +60 bar) benötigt man in den Anlagen Gewindeanschlüsse, möglichst nah vor und hinter den Pumpen. Für die Volumenstrommessung (an Rohrleitungen DN25 bis DN1500) benötigt man ein strömungsberuhigtes Rohrstück mit einer Länge von min. 20x Nennweite, um den Ultraschall-Volumenstrommesser von außen auf das Rohr aufzusetzen. Es ist auch möglich ein vorhandenes Impuls- oder Analog-Signal zu nutzen. Für die Energiemessung (bis 1000 V, bis 1000 A) müssen bei Mehrpumpenanlagen alle Pumpen einer Anlage gleichzeitig an einem Kabel, z.B. der Schaltschrankeinspeisung, messbar sein, ohne weitere Verbraucher gleichzeitig mit zu messen. Bei Einzelpumpen besteht im Allgemeinen kein Problem bei der Energiemessung.

 

Preis

Die Kosten unterscheiden sich je nach Aufwand der Messung (genaue Preise erhalten Sie bei Grundfos):

  • Eintagesmessung (Durchführung von Messungen und Aufzeichnungen innerhalb eines Arbeitstages)
  • Mehrtagesmessung bis max. 1 Woche (Durchführung innerhalb max. einer Woche)
  • Langzeitmessung (Durchführung von Messungen und Aufzeichnungen innerhalb max. vier Wochen)

Der Preis beinhaltet alle anfallenden Kosten, wie Arbeits- und Fahrtzeiten, Messegerätepauschalen, Auswertungszeiten und Berichterstellung. Es entstehen keine weiteren Kosten.





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